Gewürz der Saison

Anis

Herkunft
Anis wird im lateinischen Pimpinella anisum genannt und ist auch unter Anais, Brotsamen oder süßem Kümmel zu finden, es gilt als Heil- und Gewürzpflanze. Die Samen der bis zu 60 cm hohen Pflanze sind graugrün bis bräunlich gefärbt. Sie wächst an sonnigen Standorten.
Anis wird hauptsächlich im Mittelmeerraum, vor allem in Spanien, Griechenland, Italien und der Türkei sowie in Bulgarien auf Feldern angebaut. Aber auch in Indien und Russland sowie Mittel- und Südamerika ist sie weit verbreitet und gehört zur Familie der Doldenblütler. Die süßlich duftende Pflanze mit petersilienänlichen Blättern bildet Blütenstände mit lockeren Dolden. Darin sitzen kleine weiß Blüten, aus denen sich die winzigen Samen bilden.


Ernte
Geerntet wird Anis, wenn sich im Frühherbst die Dolden verfärben. Diese werden abgeschnitten und so zum Trocknen aufgehängt oder ausgelegt, dass die herausfallenden Samen sich in darunter gespannten Tüchern oder eigens dafür aufgestellten Behältern sammeln. Bei der professionellen Ernte werden die Dolden gedroschen. Ein Teil der geernteten Samen wird zur weiteren Aussaat verwendet. Der restliche Teil wird lauwarm gewaschen, getrocknet, von anhaftenden Pflanzenteilen befreit und später weiterverarbeitet. Gemahlener Anis verliert schnell an Aroma. Günstiger ist es, ganze Samen zu lagern und kleinere Mengen nur bei Bedarf zu mahlen. Gelagert werden ganze Anis-Samen dunkel und trocken.

 

Verwendung:
Als Bestandteil von Tees soll gestoßener Anis krampf- und schleimlösend wirken. Zur äußerlichen Anwendung findet sich Anis in Mundwassern und Zahncremes sowie in Dampfbädern und Badezusätzen. Auch für die Herstellung von aromatischen Nahrungs- und Genussmitteln wird Anis verwendet. Zum einen ist Anis Bestandteil der Weihnachtsbäckerei zum anderen findet er sich aromagebend in mediterranen Spirituosen wie Raki oder Ouzo.
Anis wird auch gerne in orientalischen Mischungen wie Curry, fünf Gewürz Pulver oder Couscous Gewürz zur geschmacklichen Abrundung eingesetzt.
Da auch Blüten, Stängel und Wurzeln der Pflanze essbar sind, können sie als Gemüse in Suppen mitgekocht werden.